Nach Angaben der örtlichen Behörden sind im Norden West Virginias durch heftige Regenfälle ausgelöste Sturzfluten drei Menschen ums Leben gekommen. Die Rettungskräfte setzten die Such- und Rettungsmaßnahmen am Sonntag fort, da mehrere Menschen vermisst blieben. Die Überschwemmungen, die sich am Samstagabend ereigneten, verursachten in den betroffenen Gebieten, darunter Wheeling und den umliegenden Gemeinden im Ohio County, weitreichende Schäden an der Infrastruktur.

Der Nationale Wetterdienst berichtete, dass in weniger als 30 Minuten zwischen 6,3 und 10 Zentimeter Regen fielen. Dies führte zu einem rasanten Anstieg des Wasserspiegels, den die örtlichen Abwassersysteme und Wasserstraßen nicht mehr bewältigen konnten. Die daraus resultierenden Sturzfluten überschwemmten Straßen, überschwemmten Fahrzeuge und verursachten erhebliche Störungen im Verkehrs- und Versorgungswesen. Die örtlichen Katastrophenschutzbehörden bestätigten, dass die Einsatzkräfte die Schäden an Straßen, Brücken und Erdgasleitungen derzeit untersuchen.
Mitarbeiter der öffentlichen Sicherheit gaben an, dass die Inspektionen der Infrastruktur noch in dieser Woche fortgesetzt würden, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten und wichtige Dienstleistungen wiederherzustellen. Einige Stadtteile waren aufgrund überschwemmter Straßen ohne Strom und ohne öffentliche Zufahrt. Der Gouverneur von West Virginia, Jim Justice, sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus und versprach die volle Unterstützung des Staates für die Wiederaufbaubemühungen. Er erklärte außerdem, dass die Schadensermittlungen noch im Gange seien und seine Regierung mit den örtlichen Behörden zusammenarbeite, um die Katastrophenhilfe und die Reparaturen zu beschleunigen. Berichten zufolge wurden Einheiten der Nationalgarde in Bereitschaft versetzt, um bei einer Verschlechterung der Lage oder weiteren Überschwemmungen zu helfen.
Bewohner der Überschwemmungsgebiete schilderten Bilder der Verwüstung. Der Wasserstand stieg rapide an und überraschte viele. Die lokalen Behörden veröffentlichten während des Sturms mehrere Warnungen in den sozialen Medien und riefen die Menschen dazu auf, höher gelegenes Gelände aufzusuchen und Reisen zu vermeiden. Trotz dieser Bemühungen blieb aufgrund der Geschwindigkeit der Überschwemmung in einigen Gebieten nur wenig Zeit für die Evakuierung. Meteorologen warnten, dass weitere Regenfälle in den kommenden Tagen zusätzliche Risiken bergen könnten, obwohl Prognosen auf eine mögliche Abschwächung der Sturmaktivität bis Mitte der Woche hindeuten.
Für mehrere Bezirke im Norden West Virginias gelten weiterhin Hochwasserwarnungen. Die Einwohner wurden aufgefordert, wachsam zu bleiben und den offiziellen Anweisungen zu folgen. Die tödlichen Überschwemmungen zählen zu den schwersten Wetterereignissen in der Region in diesem Jahr und verdeutlichen die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Infrastrukturanfälligkeit und der Notfallvorsorge in ländlichen und bergigen Gebieten. Die Bergungsarbeiten werden voraussichtlich fortgesetzt, da die Teams daran arbeiten, die Vermissten zu finden und die Grundversorgung der betroffenen Gemeinden wiederherzustellen. – Von MENA Newswire News Desk.
