EuroWire , BRÜSSEL : Die Europäische Kommission hat einen deutlichen Anstieg der Abschiebungen aus der Europäischen Union gemeldet. Dies spiegelt die aktivste Durchsetzung der Migrationsgesetze durch die EU seit 2019 wider. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner bestätigte, dass die Abschiebungsquote von 19 Prozent im Jahr 2023 auf 27 Prozent in den ersten drei Quartalen 2025 gestiegen ist. Dies signalisiert eine deutliche Beschleunigung bei der Umsetzung von Rückführungsentscheidungen in den Mitgliedstaaten. Brunner erklärte, die aktuellen Zahlen deuteten darauf hin, dass die EU auf dem besten Weg sei, die höchste Abschiebungsquote seit sechs Jahren zu verzeichnen. Er bezeichnete den Anstieg als wichtigen Schritt, merkte aber an, dass die Durchsetzung weiterhin unter den von der Kommission festgelegten Zielen liege. „Die Abschiebungsquote stieg von 19 Prozent im Jahr 2023 auf 27 Prozent in den ersten drei Quartalen 2025. Das bedeutet, dass wir in diesem Jahr voraussichtlich die höchste Abschiebungsquote seit 2019 erreichen werden“, sagte er. Der Kommissar betonte, dass die Einhaltung von Asylentscheidungen und Rückführungsverfahren weiterhin oberste Priorität für die EU habe.

Die Europäische Kommission arbeitet an einer verstärkten Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten, um die einheitliche Anwendung der Rückführungspolitik zu gewährleisten. Brunner bekräftigte, dass Personen, die alle rechtlichen Möglichkeiten zum Verbleib in der EU ausgeschöpft haben, unverzüglich zurückgeführt werden müssen. Er erklärte, die EU konzentriere sich auf die Umsetzung effektiver Grenzmanagement- und Rückführungsmechanismen, um die Integrität des Asylsystems zu wahren. Der Anstieg der Abschiebungen ist eine Folge der im Dezember 2025 in Brüssel von den EU- Mitgliedstaaten getroffenen migrationspolitischen Abkommen. Diese Abkommen zielen darauf ab, das Asylverfahren zu vereinfachen, die Koordinierung zwischen den nationalen Behörden zu verbessern und die Effizienz der Abschiebungsverfahren zu steigern. Die Maßnahmen sollen zudem administrative Verzögerungen verringern und die Identifizierung und Rückführung von Personen verbessern, deren Asylanträge abgelehnt wurden.
Die Europäische Kommission veröffentlicht aktualisierte Migrationszahlen
Im Rahmen des neuen Abkommens haben die EU-Länder vereinbart, die Zusammenarbeit mit Drittstaaten zu intensivieren, um Rückführungen zu erleichtern und das Migrationsmanagement zu stärken. Dies umfasst Verpflichtungen zur Verbesserung des Informationsaustauschs und der Grenzkontrollsysteme sowie zur Schaffung rechtlicher und logistischer Wege für die Rückführung von Personen in ihre Herkunftsländer. Laut Brunner sollen diese Bemühungen eine einheitliche Umsetzung der Migrationsregeln innerhalb der EU gewährleisten. Als Teil der politischen Änderungen wird die EU auch die Einrichtung von Rückführungszentren in Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union ermöglichen. Diese Zentren werden die Fälle von Personen bearbeiten, gegen die nach EU-Recht Ausweisungsverfügungen vorliegen. Die Initiative soll die EU-Mitgliedstaaten entlasten, indem sie strukturierte Einrichtungen für die Abwicklung von Abschiebungsverfahren in Zusammenarbeit mit Partnerländern bereitstellt. Derzeit laufen die Gespräche über den operativen Rahmen und die Einhaltung internationaler Rechtsstandards.
Die jüngsten Daten der Europäischen Kommission belegen einen stetigen Trend zu einer strengeren Durchsetzung der Migrationsgesetze in der gesamten EU. Die Mitgliedstaaten stehen zunehmend unter Druck, die Zahl der Abschiebungen zu erhöhen und die Zahl der Personen ohne legalen Aufenthaltsstatus in der EU zu reduzieren. Der Anstieg der Abschiebungsraten spiegelt die verstärkte Koordinierung zwischen nationalen und europäischen Behörden bei der Identifizierung, Bearbeitung und Rückführung von Personen wider, die die Kriterien für internationalen Schutz nicht erfüllen. Laut EU-Beamten haben verbesserte Datenmanagementsysteme, gemeinsame Operationen der Mitgliedstaaten und eine verstärkte Zusammenarbeit mit Drittstaaten zu der höheren Rückführungsrate beigetragen. Die EU hat zudem die Finanzierung und technische Unterstützung für Rückführungsmaßnahmen über die Europäische Grenz- und Küstenwache (Frontex) erhöht, die ihre Rolle in der logistischen Unterstützung und Koordinierung ausgebaut hat.
EU bekräftigt Bekenntnis zu rechtmäßigen und humanen Abschiebungen
Brunner betonte, dass die Kommission weiterhin darauf bedacht sei, dass Abschiebungen im Einklang mit EU-Recht und internationalen Menschenrechtsverpflichtungen durchgeführt werden. Er unterstrich, dass der Migrations- und Asylrahmen der EU auf Fairness und Durchsetzung beruhe und sicherstelle, dass Personen mit einem legitimen Anspruch auf Schutz unterstützt und Personen ohne Aufenthaltsrecht geordnet und human zurückgeführt würden. Der gemeldete Anstieg der Abschiebungen markiert eine wichtige Entwicklung in der Migrationspolitik der Europäischen Union für 2025 und signalisiert eine Phase verstärkter Rückführungsmaßnahmen und strengerer Grenzkontrollen. Da die höchste Abschiebungsrate seit 2019 erwartet wird, bekräftigte die Europäische Kommission ihr Engagement für die einheitliche Einhaltung der Migrationsregeln in allen Mitgliedstaaten.
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