MALÉ, MALEDIVEN / EuroWire / — Fünf italienische Staatsangehörige sind bei einem Tauchunfall auf den Malediven ums Leben gekommen. Die Behörden haben auf dem Vaavu-Atoll mit den Bergungsarbeiten begonnen, während die Einsatzkräfte in Rom und Malé die Hilfsmaßnahmen koordinieren. Das italienische Außenministerium teilte mit, die Taucher hätten vermutlich Unterwasserhöhlen in etwa 50 Metern Tiefe erkundet. Die maledivischen Behörden rekonstruieren den Unfallhergang noch, und die offizielle Todesursache wurde noch nicht bekannt gegeben.

Italienische Beamte gaben bekannt, dass der Botschafter in Colombo, der auch für die Malediven zuständig ist, am 15. Mai auf Anweisung von Außenminister Antonio Tajani in Malé eingetroffen sei und sich mit Vertretern der Küstenwache treffen werde. Das Ministerium teilte mit, dass Rettungsschiffe der maledivischen Küstenwache den Unglücksort erreicht hätten und Taucher der Küstenwache und der Polizei sowie ein italienischer Taucher an der Operation beteiligt seien. Weiter hieß es, dass die Wetterbedingungen den Zugang zur Höhle und den Beginn der Bergungsarbeiten weiterhin verzögern könnten.
Die maledivischen Behörden gaben bekannt, dass die Gruppe nach einem Tauchgang im Vaavu-Atoll südlich der Hauptstadt verschwunden ist, woraufhin eine Such- und Bergungsaktion eingeleitet wurde. Die maledivischen Streitkräfte teilten mit, dass eine Leiche in einer Unterwasserhöhle gefunden wurde und dass sich die vier übrigen Taucher vermutlich in derselben Höhle befinden, die bis in eine Tiefe von etwa 60 Metern reicht. Die Polizei berichtete zudem von rauer See in dem Gebiet und gab eine gelbe Warnung für Passagierboote und Fischer heraus.
In Italien wurden Opfer identifiziert.
Bei den Opfern handelt es sich um Monica Montefalcone, Professorin für Ökologie an der Universität Genua, ihre Tochter Giorgia Sommacal, die Forscherin Muriel Oddenino, den Tauchlehrer Gianluca Benedetti und den Meeresbiologen Federico Gualtieri. Die Universität Genua bekundete ihr Beileid zum Verlust der drei Mitglieder ihrer akademischen Gemeinschaft; Montefalcone, Oddenino und Gualtieri waren alle mit der Universität verbunden. Die Todesfälle erregten in Italien aufgrund der akademischen und beruflichen Qualifikationen einiger Opfer schnell große Aufmerksamkeit.
Das italienische Außenministerium teilte mit, dass die italienische Botschaft in Colombo den Fall seit der ersten Meldung verfolgt und mit den Angehörigen in Kontakt steht, um konsularische Unterstützung zu leisten. Laut dem Update des Ministeriums vom Freitag liegt der Schwerpunkt nun auf den Bergungsarbeiten, während die Umstände des Tauchgangs weiterhin untersucht werden. Die Behörden haben noch keine Angaben dazu gemacht, wann die Leichen geborgen werden oder wann eine detailliertere Rekonstruktion des Vorfalls veröffentlicht wird.
Die Bergungsarbeiten werden durch das Wetter verzögert.
Der Unfall hat die Gefahren des Tieftauchens in einem der weltweit bekanntesten Inseltourismusgebiete in den Fokus gerückt. Die Behörden haben keine Details zur Ausrüstung der Gruppe, zum Tauchplan oder zum genauen Ablauf des Geschehens im Höhlensystem veröffentlicht. Öffentliche Stellungnahmen von Beamten beider Länder beschränken sich bisher auf bestätigte operative Entwicklungen, sodass die Unfallursache bis zum Abschluss der maledivischen Untersuchung und der laufenden Rekonstruktion des Geschehens weiterhin ungeklärt bleibt.
Bislang steht fest, dass fünf italienische Taucher bei einem Höhlentauchgang im Vaavu-Atoll ums Leben kamen. Bergungsteams wurden von Malé aus mobilisiert, und die Wetterbedingungen erschweren weiterhin das Erreichen des Unglücksortes. Die maledivischen Streitkräfte und die Polizei sind vor Ort im Einsatz, während italienische Diplomaten die Unterstützung für die Angehörigen koordinieren. Der Fall hat sich zu einer umfangreichen grenzüberschreitenden Bergungs- und Konsularaktion entwickelt, da die Ermittler den genauen Hergang des Unglücks rekonstruieren.
Der Beitrag „Fünf Italiener sterben nach Höhlentauchgang auf den Malediven“ erschien zuerst im British Messenger .
